Blogparade: Märchen – Mein Beitrag zum Thema!

Gestern habe ich zu einer Blogparade aufgerufen und heute möchte ich meinen eigenen Beitrag dazu leisten.

Märchen. Natürlich fällt mir sehr viel dazu ein. Soviel, dass ich einen ganzen Blog ins Leben gerufen habe, um mich unter anderem damit zu beschäftigen. Wenn ich so auf mein eigenes Leben zurückschaue, ergeben sich ganz merkwürdige Verbindungen zu dem Thema.
Zum Beispiel hatte ich seinerzeit eine Bibi Blocksberg-Kassette mit dem Titel: “Bibi auf der Märcheninsel”. Die Quintessenz der Geschichte war, dass die Märchenfiguren alle verschwinden werden, wenn die Menschen aufhören, sich gegenseitig Märchen zu erzählen. Es war also eine charmante Werbeaktion für mehr Vorlesen, Erzählen und das Wiederentdecken dieser alten Geschichten. Mich hat dieses Hörspiel sehr fasziniert und tatsächlich sicher auch zu einer gewissen Aufmerksamkeit bei mir geführt.

Ich habe außerdem ein Bild im Kopf, wie ich nachts in meinem Bett sitze und eine Taschenbuch-Ausgabe von Hans Christian Andersens Weihnachts- und Hausmärchen lese. Ich liebte dieses Buch, allein schon wegen den wunderschönen Graphiken darin. Diese Abende haben sich sehr stark in mir eingeprägt. Umso glücklicher war ich, als mir meine Frau vor kurzem genau diese Ausgabe wieder schenkte. Es ist ein Teil meiner Kindheit, den ich da in den Händen halte und ich merke, wie es mich immer wieder bewegt.
Vor einigen Jahren sah ich bei YouTube einen Vortrag von Eugen Drewermann über Depressionen. Ich schätze diesen für mich (letzten?) großen Gelehrten sehr, und habe fast alles, was es von ihm im Internet zu finden gibt, verschlungen. In diesem Vortrag jedenfalls analysierte er die Krankheit anhand einer Sache, die den Lesern dieses Blogs sehr vertraut vorkommt: Am Märchen von Hänsel und Gretel.


Ich war diesem Mann schon dankbar gewesen, dass er mir die tiefenpsychologische Deutung der Bibel nahe gebracht hat. Doch was ich nun begriff, glich einer Epiphanie für mich:

Märchen, die Bibel, all diese alten Mythen reichen weit hinein in unsere Seele und wenn wir lernen, sie zu deuten und neu zu lesen, können wir ungeheuer viel Heilung und Erkenntnis erfahren.
Das hat dann, über Umwege, endlich zu diesem Blog hier geführt. Ich möchte noch soviel ergründen in Bezug auf dieses Thema. Wie sich Märchen- und Traumsymbole ähneln. Wo liegen die Ursprünge dieser Geschichten?
Es schmerzt mich jedes Mal, wenn jemand behauptet, er könne mit Märchen nichts anfangen, weil es darin ja nur darum geht, dass eine hilflose Prinzessin vom heldenhaften Prinzen gerettet wird. In der Kita meiner Töchter sind Märchen sogar aufgrund der angeblich überkommenen Rollenbilder verboten.
Das ist alles sehr schade und ich möchte gern dazu beitragen, dass die falschen Vorstellungen von diesem Geschichtenschatz aufgeklärt werden.

Mein Lieblingsmärchen ist übrigens “Das Feuerzeug” von, na klar, Hans Christian Andersen. Warum das so ist, das ist eine andere Geschichte, und soll ein andermal erzählt werden.

Bis dahin,

Shalom

Euer Mathias

PS: Ich freue mich über jeden, der bei der Blogparade mitmacht. Wenn ihr auch Lust habt, darüber zu schreiben, was euch zu Märchen einfällt, im Guten wie im Schlechten, dann schaut mal unter folgendem Link vorbei.

http://wp.me/p8IRFQ-2i

Es gibt auch etwas kleines zu gewinnen ;-).

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