Die beiden wichtigsten Fragen …

Ich möchte euch heute eine Geschichte erzählen, die ich vor einiger Zeit gehört habe und die in mir viel angestoßen hat. Sie stammt von einem beeindruckenden Mann namens Rob Bell, der sie jedoch auch nur von jemand anderem gehört hat. Ja, ich glaube sogar, dass sie schon lang auf der Welt unterwegs ist und vielen Menschen dabei geholfen hat, eine neue Sicht zu gewinnen. Wenn sie euch gefällt, dann erzählt sie doch auch weiter.

Es gibt diese Geschichten, die in uns eine Saite zum klingen bringen und ich wünsche euch, dass dies auch bei euch der Fall sein möge. Aber nun wollen wir beginnen:

Der Rabbi, der sich verirrte

Eines Abends ging der Rabbi Akiva am Nordufer des Sees Genezareth entlang, auf dem Weg nach Hause in die Stadt Kapernaum. Er war ein gottesfürchtiger Jude und meditierte die ganze Zeit über einige Verse aus der Thora. Er war so vertieft in seine Gedanken, dass er nicht bemerkte, dass er, anstatt nach links zu den Stadttoren von Kapernaum abzubiegen, nach rechts ging. Als die Sonne schon lange Schatten warf und sich bereits anschickte, hinter den Bergen zu verschwinden, bemerkte er, auf welchem Weg er war. Doch es war zu spät, denn er stand schon vor den Toren eines römischen Lagers. Als er nun dastand und sich wunderte, wie er hier her geraten war, hörte er eine laute Stimme vom Aussichtspunkt über dem Tor. Es war die eines römischen Legionärs, der dem Fremden zurief:

WER BIST DU? WAS TUST DU HIER?

Rabbi Akiva war erschüttert und konnte nur ängstlich „Was?“ fragen. Da rief der Legionär erneut:

WER BIST DU? WAS TUST DU HIER?

Nun nahm sich der Rabbi einige Augenblicke, um seine Gedanken zu ordnen, und rief dem Legionär zu:

„Wieviel wird dir gezahlt, damit du mir diese Fragen stellst?“

Der Legionär war natürlich sehr verwirrt, dass ihm mit einer Gegenfrage geantwortet worden war, und nach einem Moment der Stille sagte er:
„Drei Drachmen in der Woche!“ (Was in etwa einem Tageslohn zu der Zeit entsprach)

Da rief Rabbi Akiva voller Inbrunst:

iCH ZAHLE DIR DAS DOPPELTE, WENN DU MIT ZU MIR NACH HAUSE KOMMST UND MIR JEDEN MORGEN DIESE BEIDEN FRAGEN STELLST.

 

 

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: